Neueröffnung „Hauptsache meins“ – Café & more

Neueröffnung „Hauptsache meins“ – Café & more

(PR) An der Wellingsbütteler Landstraße 43 – direkt am U-Bahnhof Klein Borstel – verkündeten bunte Luftballons das freudige Ereignis: Der Stadtteil hat Zuwachs bekommen – ein neues Geschäft, das sich auf neugierige Kunden freut. Der ungewöhnliche Name fällt zunächst ins Auge, aber, wenn man „Hauptsache meins“ betritt, dann wird schnell klar, was sich die Betreiber damit gedacht haben. Das Sortiment des Geschäftes ist breitgefächert, auf schöne und genussvolle Dinge ausgerichtet, und irgendwie möchte man alles einfach gerne haben. Das gilt für die kleinen und größeren Einrichtungs- und Dekoideen, für die Taschen und Accessoires, aber genauso für die Öle, Liköre, Weine und andere Genussartikel. Das meiste kommt aus kleinen Manufakturen in Skandinavien, Holland oder Süddeutschland. Alles Ess- und Trinkbare liefern zumeist regionale Hersteller aus dem Umland oder ausgewählte Produzenten in Italien und Frankreich. Mit der Eröffnung ihres charmanten Bistro & Geschäfts „Hauptsache meins“ haben sich die beiden Inhaber Marcus Fleischhauer und Stephan Daniel einen langehegten Traum erfüllt. Seit knapp 40 Jahren sind die beiden befreundet und hatten schon lange vor, ein gemeinsames Projekt anzugehen. Unterstützt werden sie dabei von der Klein Borstelerin Mai Mittelmann, die in allen Bereichen den weiblichen „touch“ reinbringt. Neben den nicht alltäglichen Angeboten aus Interieur, Genuss, Design und Lifestyle, kann man hier in einem Bistrobereich mit insgesamt 30 Plätzen auch kleine Snacks genießen, die auch eher ungewöhnlich daherkommen. Da gibt es Burger wie den „Gonzo“, der mit Gorgonzola, Preiselbeeren, Walnüssen und einer Dijonnaise serviert wird oder den „Peanut“, eine Kreation mit Rindfleisch, Bacon und Erdnusssauce. Auf Vegetarier wartet das „Veggie“: ein Baguette mit Mozzarella, Zucchini, Aubergine, Ajvar und Rucola. Für den kleinen Hunger bieten sich die Süßkartoffel-Pommes oder Kartoffelpuffer mit Lachs an. Auch bei den Getränken dürfen sich Geschmacksknospen gerne weltoffen zeigen: Nordseebrause, die Hoppe, Basil-Limo und Ingwer-Shots warten auf durstige Kehlen – es gibt aber auch Gängiges wie Bier, Radler und Wasser.
Die Öffnungszeiten
sind aktuell Montag bis Freitag von 8 bis 18.30 Uhr, am Samstag
und am Sonntag von 14 bis 18 Uhr.
Mittelfristig sollen auch Öffnungszeiten für den Abend oder Events wie „after work“ ins Angebot kommen.
Das kleine Separee mit seinen 16 Plätzen kann schon jetzt auch abends für Veranstaltungen gebucht werden.
„Tolle Geschichten“ feierte 5-jähriges Jubiläum

„Tolle Geschichten“ feierte 5-jähriges Jubiläum

Da war aber was los. Am 24. März feierte die Buchhandlung „Tolle Geschichten“ am Tornberg ihren fünften Geburtstag. Britta Maschek und ihr Team hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und mit Kaffee und Kuchen, Gewinnspiel und schönen Überraschungen zu diesem Fest eingeladen. Da staunten die Kinderaugen nicht schlecht, als die Bilderbuch-Figur „Tafiti“ plötzlich durch die Straße lief und Süßigkeiten verschenkte. Außerdem gab es ein Glücksrad mit vielen kleinen und großen Gewinnen. Trotz der noch nicht frühlingshaften Temperaturen saß Klein Borstel so bei heißen Getränken und Kuchen auf einen Klönschnack vor dem Laden und freute sich über die Bereicherung, eine kleine tolle Buchhandlung in der Nähe zu haben. Und wem es draußen zu kühl wurde, der stöberte in dem kleinen Lädchen nach neuem Lesefutter oder einem Geschenk. „Das war ein wunderschöner Tag – wir freuen uns schon auf die nächsten fünf Jahre“, betonte Britta Maschek und ergänzte: „Es war wirklich toll, wir haben über 100 Kaffee ausgeschenkt, es waren bestimmt insgesamt 150 Kunden da und es wurden sieben Kuchen verputzt. Das Backen hat sich gelohnt.
Konfirmandenanmeldung

Konfirmandenanmeldung

Mit dem sich über knapp drei Jahre erstreckenden Konfirmandenunterricht geht die Maria-Magdalenen-Gemeinde einen besonderen Weg, wobei jedes Konfirmandenjahr sein Profil hat. Da geht es über das Kennenlernen von Kirche, Gemeinde und biblischen Geschichten im erstem Jahr über verschiedene Projekte im zweiten Jahr: ein Konfi-Praktikum, das die Jugendlichen nach ihren Wünschen in der Kita Maria Magdalenen, im Seniorenheim, im Duckdalben oder beim Mitternachtsbus absolvieren können. Und dann gibt es noch das Konfi-Camp und die Vertiefung des Erfahrenen sowie die Vorbereitung auf die Konfirmation im dritten Jahr. Durch die drei Jahre hindurch geht es unter anderem darum, dass die Jugendlichen mit Freude und Spaß den christlichen Glauben kennenlernen und die Chance bekommen, ihre individuellen Glaubenssätze zu entwickeln.
Alle Jugendlichen der Geburtsjahrgänge 2006 und 2007, bzw. deren Eltern sind herzlich eingeladen zur Konfirmandenanmeldung (Konfirmation im Jahr 2021) am Mittwoch, dem 23. Mai von 10 bis 12 Uhr und 16 bis 19 Uhr im Büro des Gemeindehauses, Stübeheide 172. Auch ältere Jugendliche, die sich konfirmieren lassen möchten, sind natürlich herzlich willkommen. Mitzubringen sind die Geburtsurkunde und ggf. die Taufurkunde des Kindes
Monday Oldies rockten das Gemeindehaus

Monday Oldies rockten das Gemeindehaus

Musikalische Evergreens und gute Laune das bieten die Monday Oldies. Es mussten sogar noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden, um allen Besuchern einen Sitzplatz zu bieten. Gleich beim ersten Titel „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ kochte die Stimmung hoch. Es wurde mitgesungen und mitgeklatscht. Die Begeisterung der Besucher schwappte auf die Bühne und kam von dort mit großer Spielfreude zurück. Jubel als sich Uwe Geertz einen schwarzen Mongolenbart anklebte und die Band „Dschingis Khan“ zum Besten gab. Ein bunter Strauß von Songs folgte, u.a. mit dem „Itsy Bitsy Teenie Weenie“ von 1960 – damals mit Catarina Valente und Silvio Francesco. In der Pause herrschte großer Andrang an Bar und Würstchenstand. Die fleißigen Helfer des Heimatvereins hatten alle Hände voll zu tun, die hungrigen Mägen mit Würstchen und die durstigen Kehlen mit kühlen Getränken zu
versorgen. Überall hatten sich Gesprächsgruppen gefunden, standen Nachbarn und Freunde zusammen, die sich viel zu erzählen hatten. Die Monday Oldies, zwischenzeitlich wieder auf der Bühne, mussten lautstark den Fortgang des Konzerte ankündigen, so sehr waren die Besucher am Kommunizieren. Dann ging es mit Volldampf weiter. „Rip it up“ und „Rock around the Clock“ – Oldies, die auch in der zweiten Halbzeit für Begeisterung sorgten. Zum Ausklang gab es dann „Beinhart“ von Torfrock, noch einmal ein Song so richtig zum mitmachen, und dann wurden die Besucher – alle in bester Laune – mit „Country Roads“ auf die nachtdunklen Straßen von Klein Borstel heimgeschickt. Fazit: Noch nie war der Saal bei einem Konzert der Oldies so gerappelt voll! Nächstes Jahr im Februar geht es wieder los. Bitte rechtzeitig Karten kaufen.
Beitrag von Horst Friedrichs
Theaterspaß auf Krankenschein

Theaterspaß auf Krankenschein

Das war sie nun für dieses Jahr – die Saison der Speeldeel, der plattdeutschen Theatergruppe des Heimatvereins. Der geneigte Theaterbesucher erfuhr, was es mit „Willem sien Willen“ auf sich hatte. Die Szenerie: das Wartezimmer einer Landarztpraxis. Die Protagonisten: Der neue Arzt, seine Schwester, die Haushälterin und allerlei Dorfbewohner mit diversen Wehwehchen. Ungeplant war allerdings, dass sich eine der Schauspielerinnen fast als echte Patientin zur Sprechstunde angemeldet hätte.

Es war Freitagabend zur besten Theaterzeit – kurz vor halb Acht. Die Premierengäste hatten sich versammelt, rund ums Gemeindehaus Klein Borstel herrschte von Frühsommerwetter untermalte Vorfreude. Regisseur Manfred Thiele schlenderte mit der bekannt charmanten Nervosität durch die Reihen und begrüßte die Besucher. Was keiner ahnte, war, dass sich hinter dem Vorhang derweil ein kleines Drama abspielte. Friseurmeisterin Peggy Meinecke hatte in der Garderobe im ersten Stock bei allen schon für das passende Make-up und schicke Frisuren gesorgt. Das Schauspielvolk hatte sich umgezogen, machte sich bereit – in die eigene, individuelle Vorbereitung versunken. Auf einmal ein Rumms, ein Poltern, ein Wimmern. Barbara Hamann – in der Rolle der liebenswert-schrulligen Meta Klanke die Idealbesetzung – war auf einem Textbuch ausgerutscht und quasi mit Anlauf die Treppe runtergerauscht. Da lag sie nun wie ein verdrehtes Fragezeichen, hielt sich den Kopf und versuchte sich zu erinnern, wie sie heißt und wo sie sich befindet. Im Zuschauerraum hatten die Gäste bereits ihre Plätze eingenommen und wurden um einige Minuten Geduld gebeten.
Ein echter Arzt war dann gottlob doch nicht nötig – Barbara Hamann biss auf die Zähne und sammelte sich. Und auch die Schauspielkollegen verdauten diesen kleinen Schock, sodass einem erfolgreichen Bühnenspiel nichts mehr im Weg stand. Der Vorhang öffnete sich und gab den Blick frei auf eine – von René Lüben, Heiko Gloe und ihrem Team – wieder mit viel Liebe zum Detail gestaltete Bühne. Im Hintergrund ein Fenster, das den Blick freigab auf eine dörfliche Idylle. Doch dazu später noch mehr.
Gleich zu Beginn hatte Margit Lüben alias Haushälterin Anna Michels einen echten Mammut-Monolog zu bewältigen. Sie führte die Zuschauer ein in die Geschichte um das Erbe von Landarzt Willem, das seinen Neffen Dr.Jan Vahlefeldt (Sven Mamero) ins verschlafene Wümmstorf führt. Er hat die dortige Praxis seines verstorbenen Onkels dann aber doch sehr viel später geerbt, als das geplant war, und entsprechend knurrig tritt der neue Doc seine Arbeit dort an. Im Gepäck hat er seine Schwester Lisa (Birgit Vollstädt), die ihm als gelernte Krankenschwester zur Hand gehen soll. Bestandteil der geerbten Praxis ist auch die schon erwähnte Haushälterin Anna (Margit Lüben), die als rechte Hand des Verstorbenen alles und jeden genau kennt und stets mit Rat und Tat bereit steht – auch wenn dies gar nicht gewünscht ist. Und dann sind da natürlich noch ein Haufen Patienten, die meist mit eher eingebildeten Beschwerden im Wartezimmer nach Abwechslung und Klönschnack suchen. So gehört es für Meta (Barbara Hamann) und Theo (Norbert Bendfeldt) zum liebgewordenen Alltag, täglich dort die neusten Zeitungsmeldungen zu studieren. Die Titelseiten der „Wümme-Zeitung“, die zum Einsatz kommen, sind übrigens echte Originale, vom dortigen Verlag netterweise zugeschickt.
Die Witwe Mine Klasen (Petra Gangel) verspricht sich zwischen Wartezimmer und Untersuchungsraum eine neue, interessante Männerbekanntschaft. Während Gretchen (Jule Czupras) und Hannes (Frank Gajek) die Praxis eher als Zufluchtsort für ihre von Onkel Willy (Jürgen Lück) unverstandene Liebe aufsuchen. Der Einzige, der tatsächlich medizinische Hilfe benötigt, ist Jochen Petersen (Frank Bode). Der Reitstallbesitzer ist von seinem übermütigen Gaul „Romeo“ gefallen und bringt es sogar ohnmächtig fertig, das Herz von Lisa im Sturm zu erobern.
Letztlich kommt es, wie es in einem plattdeutschen Theaterstück einfach kommen muss. Nach allerlei Diskussion, Verwirrung und Geplänkel wendet sich am Ende alles zum Guten. Der neue Landarzt schließt Frieden mit seinem beruflichen Schicksal, Lisa bekommt Jochen, Gretchen den Hannes und ein Kind, Onkel Willy eine Lektion in Sachen Nächstenliebe und Meta und Theo eine sinnvolle Lebensaufgabe. Nur die Witwe Mine steht auch am Schluss noch ohne neuen Gatten da – aber dafür hat sie mit Abstand die schicksten Kleider an.

Das Stück „Willem sein Willen“ von Ina Nicolai ist keins, in dem alle drei Minuten ein Schenkelklopfer wartet. Umso schwieriger war es für die Darsteller der Speeldeel mit ihren Worten und Gesten die Komik zu schüren und für Lacher zu sorgen. Diese bekamen sie auch, denn lustig ist die Geschichte allemal. Außerdem ist es immer wieder ein Vergnügen, das Speeldeel-Stück zu sehen, das stets mit viel Liebe und Leidenschaft erarbeitet wird. Monate der Proben, des Textlernens, wechselnder Regieanweisungen – alles mit Höhen und Tiefen – liegen hinter dem Team. Dazu Wochen des Organisierens von Bühnenequipment und -garderobe, des Aufbaus von Bühne und Saal. Allein dafür gebührt allen viel Respekt und Applaus.