Fußballnachwuchs gesucht

Fußballnachwuchs gesucht

Es hat angefangen mit einer irgendwie verrückten Idee, denn nur wer Träume hat, kann sie sich erfüllen. Drei Väter, die meinten, es wäre doch prima, wenn ihre Jungs beim Oberalster VfW Fußball spielen könnten, auf dem Aschenplatz am Alsterlauf. Doch der Verein hatte allerdings keine Junioren-Mannschaft, und aus dem Vorstand hieß es damals: Wenn ihr genug Kinder findet, dann macht mal. Drei Jahre ist das nun her. Zunächst galt es, diverse Stolpersteine zu überwinden auf dem Weg zum ersten offiziellen Jugendteam, aber am 12. September 2015 war es schließlich soweit: Die neue E-Jugend des VfW trat zu ihrem ersten Spiel an – und gewann mit 4:1. Mittlerweile spielen fast 70 Kinder für den VfW: von den G-Junioren, die jünger sind als sechs Jahre, bis eben zu den D-Junioren, also den 13-jährigen. Die Fußballer bilden heute nach den Paddlern die größte Sparte im Club. Trainiert wird zweimal in der Woche, und bei gutem Wetter anschließend in der Alster gebadet. Was den Verein auszeichnet: Es geht nicht nur um Sieg und Niederlage. Es geht um: Spaß haben. Freunde finden. Gemeinschaftsgefühl. Selektion nach Leistung wie bei anderen Klubs? Nicht beim VfW!
Hier gibt es engagierte Trainer, ein tolles Clubhaus und eine entspannte Atmosphäre. Die Fußball-Abteilung ist offen für jeden, der Lust hat, zu kicken: Kinder der Jahrgänge 2005 bis 2013 sind herzlich willkommen. Mehr unter www.oberalstervfw.de.

Bild: Pixabay CCO, Pexels

Der Zauber der Jahreszeiten

Der Zauber der Jahreszeiten

Im Juni nahmen die Kinderchöre aus Maria Magdalenen und St. Antonius Alsterdorf unter der Leitung von Lilli Marhenke alle interessierten Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch die Jahreszeiten. Das Potpourri reichte von Volksliedern aus verschiedenen Jahrhunderten und Kirchenliedern bis hin zu Bodypercussion, bei dem die Kinder es mit ihren Körpern regnen, stürmen und gewittern ließen. Die Kinder hatten sichtlich Spaß und bewältigten die verschiedenen Musikstile und Sprachen bravourös. Ausgeschmückt wurden die verschiedenen  Jahreszeiten durch Kopfschmuck, den die Kinder und Eltern gemeinsam hergestellt haben, einem blauen Himmel im Hintergrund – im Winter zum Teil mit Lichterketten – und einer Blumengirlande, die sich quer durch die Kirche spannte. Am Ende gab es tosenden Applaus, der gar nicht aufhören wollte. Es war ein großes und bewegendes Konzert, das für Lilli Marhenke zugleich eine Prüfung im Rahmen ihres Masterabschlusses in „Kinder- und Jugendchorleitung“ war, den sie in diesem Sommer abschließen wird. Am Ende gingen alle beschwingt nach Hause, all das Vorbereiten und Proben hatte sich gelohnt für dieses großartige Erlebnis. 

Text und Bild: Regine Währer

Gedenkgottesdienst

Gedenkgottesdienst

Unter der Überschrift: „1918, 1933, 1938, 1943 – GeDenken – 10 Jahre Ohlsdorfer Friedensfest“ findet vom 23. Juli bis 3. August wieder das Ohlsdorfer Friedensfest statt. Im Rahmen dieses Festes feiern die Gemeinden des Mittleren Alstertales gemeinsam mit den Gemeinden der Region Bramfeld-Steilshoop am Sonntag, dem 29.Juli um 11 Uhr einen Gedenkgottesdienst am Bombenopfer-Mahnmal des Ohlsdorfer Friedhofes bei Kapelle 13. Die Predigt wird in diesem Jahr Pastor Ulrich Hentschel halten. Er war bis September 2015 Studienleiter der Evangelischen Akademie für Erinnerungskultur und formuliert seine Gedanken so: „Gott ist Gedächtnis, die Bibel ein Buch reflektierter Erinnerung. Sich für Frieden und Gleichwürdigkeit aller Menschen stärken zu lassen, ist die schöne und schwere Herausforderung für den Gottesdienst“.

Text: Regine Währer

Meinung: Gedanken zum Thema Heimat

Parva Ahmadi arbeitet in Klein Borstel. Wer gelegentlich die Dienste der Postagentur am Tornberg in Anspruch nimmt, ist ihr sicher schon einmal begegnet. Für den Klein Borsteler hat sie ihre Gedanken zusammengefasst, die die nach der philosophischen Gesprächsrunde hatte, die unlängst in der Kapelle 6 stattfand:
„Die Gesprächsrunde befasste sich mit dem Thema „Heimat“. Es war eine sehr beeindruckende Diskussion für mich. Durch die Gespräche, die die bedachtsamen und eifrigen Teilnehmer hatten, kamen mir viele Gedanken in den Sinn, auch viele Fragen. Was bedeutet eigentlich Heimat? Die Definition von Heimat ist für mich, genauso wie für viele Menschen, die vorher eine Heimat verlassen oder verloren haben, eine große Herausforderung. Bevor ich vor wenigen Jahren nach Deutschland kam, habe ich fast mein ganzes Leben in meiner Heimat im Iran  verbracht. Das Wort „Heimat“ hat jetzt eine doppelte Bedeutung für mich und ich fühle mich dafür verantwortlich, dieses Thema mit besonderer Beachtung zu behandeln, damit die  Menschen wie ich, die ihre Ideale, Wünsche und Träume selbst ins Auge gefasst haben oder notgedrungen in einem anderen Land ihre Heimat suchen, nicht entmutigt werden. Man sollte den Begriff Heimat losgelöst von nationalen und politischen Interessen betrachten. Da waren sich alle Teilnehmer der Diskussion einig. Muss überhaupt über Heimat gesprochen werden?  Meiner Meinung nach ist „Heimat“ kein theoretischer Begriff, sondern ein Gefühl. Der erste und wichtige Teil dieses Gefühls ist in der menschlichen Existenz, genauso wie das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit, das jeder Mensch in den Armen seiner Mutter hat. Der zweite und labilere Teil von diesem Gefühl hängt nicht allein von der Person selbst, von ihren Gefühlen und Zugehörigkeiten oder von ihren Erfolgen in einer Gesellschaft ab. Da spielt vielmehr die Tradition, die Bevölkerung sowie die Politik eine große Rolle. In dem Zusammenhang stellt sich mir die Frage: Müssen das Zuhause und das Heimatland überhaupt an demselben Ort liegen? Angesichts der Globalisierung der Gesellschaft lässt sich diese Frage besser beantworten. Heimat ist ein Ort, an den man nicht selbst ausgesucht hat, aber ein Ort an dem man sich wohl fühlt. Das Zuhause muss nicht unbedingt in dem Heimatland liegen, aber in dem könnte man sich wie in einer zweiten Heimat fühlen. Das wünscht sich wohl jeder Einwanderer, der seine Heimat aus welchen Gründen auch immer verlassen musste. Wir sollten, egal wo wir leben,Verantwortung für den anderen übernehmen und unseren neuen Mitbürgern ein Gefühl von Heimat bzw. Zuhause geben. Der Diskussionsabend zum Thema „Heimat“ hat mich auf die Idee gebracht, dass wir uns im Iran auch mehr engagieren müssten, den zugewanderten Arbeitern aus unseren Nachbarländern dieses Gefühl von Zuhause und ihren bei uns geborenen Kindern das Gefühl von Heimat zu geben.“

Text: Parva Ahmadi

Winnetou wartet

Winnetou wartet

Es gibt noch einige Es gibt noch einige Restkarten für die Karl-May-Spiele mit dem Heimatverein in Bad Segeberg am Sonntag, dem 2. September. Gezeigt wird in diesem Jahr „Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg.“ Wer noch mitfahren möchte, melde sich bitte zur Anmeldung und für weitere Informationen bei Manfred Thiele, freitags und samstags in der  Geschäftsstelle vom Heimatverein, Stübeheide 166 (Menken + Schlief Immobilien) oder per Telefon 536 51 04 (ggf. AB).

Foto: Woerterhexe, Pixabay CCO