Danksagung Waschi – seit 40 Jahren in der Haspa vor Ort

Danksagung Waschi – seit 40 Jahren in der Haspa vor Ort

Danke

Mit den vielen Glückwünschen, Geschenken und den Spenden an unseren Heimatverein
haben Sie mir eine sehr große Freude bereitet. Ich möchte mich dafür ganz herzlich bedenken!
Ihr / Euer Waschi

Auch der Heimatverein sagt „Danke“. Denn statt Geschenken bat der Haspa-Jubilar Eckhart Waschik um Spenden für den Heimatverein. Und es sind bis heute bereits 1.855,- Euro auf dem Konto des Heimatvereins eingegangen.

Seit 40 Jahren in der Filiale Klein Borstel: Da kam auch Claus Schmieder, der Reggionalleiter Alstertal, zum Anstoßen mit Eckhart Waschick vorbei.

Veranstaltungen mit mehr oder weniger Hindernissen

Veranstaltungen mit mehr oder weniger Hindernissen

Geht es Ihnen auch so? Da plant man etwas durch bis zum kleinsten Zipfel und dann passieren die merkwürdigsten Dinge. Das ging dem Heimatverein im Jahr 2018 bisher auch manchmal so.
Die einfachste Veranstaltung war noch der Dia-Vortrag über Klein Borstel von unserem wissenshungrigen Herrn Altstaedt. In gewohnter Weise zeigte er uns alte und neue Fotos von Klein Borstel, die rund 60 Anwesende zum Staunen und Raunen brachten. Auf seiner Suche hat er, wie er selbst sagt, einige Leute ziemlich genervt. Aber das hat sich doch gelohnt, denn die Fotos, die er abgestaubt hat, waren schon sehr beeindruckend. Das kleine Hindernis hier war, dass er mehr Zuschauer erwartet hatte und viel schlimmer, dass sein Laser-Pointer war kaputt war. Abe auch dafür gab es eine Lösung: Herr Altstaedt hing vor der Leinwand und zeigte mit Armen und Fingern durch den Lichtstrahl auf das, was er meinte. Gelungen! Übrigens hörten wir hinterher wie immer: „Ach, ich wäre so gern gekommen, aber…..!“ Für diese, die ein „aber“ bereit hielten, die Info: Wir wiederholen den Dia-Vortrag noch einmal im Herbst. Schauen Sie in den Klein Borsteler.
Hindernisse gab es dagegen mehr bei der so genannten Familienfahrt. Nach drei abgesagten Ausfahrten in den letzten drei Jahren, sollte es wieder etwas bodenständiges sein. Die Tolk-Schau war immer ein Renner, dachte ich, flugs einen Bus gebucht und auf die Anmeldungen gehofft, gewartet. Nix passierte. Bis eine junge, zehn Jahre alt gewordene, „Dame“ zu ihren Eltern sagte, dass sie ihre Party dort machen wollte. Den bereits abgesagten Bus wieder neu bestellt, Mundpropaganda gemacht und schon waren 21 Personen zusammen. Oh, was hatte ich mich auf die Ausfahrt gefreut. Bis meine Frau zu mir sagte: „Hast du eigentlich mal auf den Kalender geschaut? Am 24. Juni sind wir zur Silbernen Hochzeit eingeladen.“ Und nun? Da musste ich fix organisieren, aber eines unserer „fleißigen Helferlein“, auch genannt „Die Heinzelmännchen von Klein Borstel“ hat alles in die Hand genommen und so hatten alle einen schönen Sonntag. Danke Jens!
Einen richtigen Weg voller Hindernisse hatten wir aber bei der Finkenwarder Speeldeel. So stand es auf den Plakaten. Stimmte aber gar nicht, denn die heißen Finkwarder Speeldeel. Hat aber keiner gemerkt, bis zum Abend des Auftritts. Bereits vor einem Jahr wurde der Termin am 16. Juni vereinbart, wobei natürlich keiner daran gedacht hat, dass ja da die WM gerade anfing. Und der Saal war zwischenzeitlich schon gebucht. Dankenswerter Weise durften wir das Konzert in der Kirche durchführen. Dank an die Verantwortlichen der Kirche! Aber das dicke Ende der Hindernisse kam ja erst: Fünf Tage vor dem Auftrittstermin hatten wir ganze 12 (in Worten: zwölf) Karten verkauft. Absagen oder auch für 12 Leute durchziehen? Da kam die Erlösung in Form eines edlen Spenders, der uns eine Zusage machte, die Gage zu übernehmen. So konnten die Eintrittskarten – über die Geschäftsleute – verschenkt werden. Und, was sagt man dazu: Fast 90 Besucher waren in der Kirche! Und es war ein grandioses „Festival“ der Hamburger Kultur und Tradition. Zwei Stunden vollgepackt mit den schönsten Liedern und Tänzen, haben uns die Finkwarder immer wieder zum Mitsingen „gezwungen“. Ging gar nicht anders. Und dann diese Akustik in der Kirche, einfach nur genial. Danke, dass der Saal vermietet war. Ein unvergesslicher Abend; die Leute gingen beschwingt mit einem Pfeifen oder Singen nach Hause. Leider ohne „In Hamburg sagt man Tschüss“. Das kommt dann sicher nächstes Jahr. Denn zum Abschluss fragte ich die Zuschauer, ob sie denn zufrieden gewesen sind mit dem Abend und 90 Stimmen waren zu hören mit einem gewaltigen „Ja. „Ob sie denn auch dafür 10 Euro ausgeben würden? Auch ein klares Ja. Auch das Spendenschwein freute sich, denn statt Eintritt wurde es mit über 200 Euro gut gefüttert. Nun kommen die Hamburger Südinsulaner auch im nächsten Jahr wieder nach Klein Borstel. Dass auch denen das gefallen hat, zeigte eine Nachricht auf Facebook, denn sie bedankten sich für einen schönen Abend und waren begeistert, dass so Viele mitgemacht hatten.
So hangelt sich der Vorstand von Veranstaltung zu Veranstaltung. Die nächsten sind schon geplant, Sommerausfahrt, Laternenumzug, Dia-Vortrag Klein Borstel 2, Adventsfeier! Wir wollen aber auch mal was Neues ausprobieren; sehen Sie sich mal die Ankündigung „Country-Abend“ an. Gibt es für Sie ein Hindernis, da nicht hinzugehen? Ich freue mich, Sie dort zu sehen.

Manfred Thiele

PS: Ich habe gerade diesen Text zu Ende geschrieben, als eine nette Klein Borsteler Dame zu mir kommt und mir einen High-Tech-Laser-Pointer schenkt. Vielen Dank dafür! Damit ist eines der Hindernisse bei kommenden Dia-Vorträge aus der Welt geräumt.

Fußballnachwuchs gesucht

Fußballnachwuchs gesucht

Es hat angefangen mit einer irgendwie verrückten Idee, denn nur wer Träume hat, kann sie sich erfüllen. Drei Väter, die meinten, es wäre doch prima, wenn ihre Jungs beim Oberalster VfW Fußball spielen könnten, auf dem Aschenplatz am Alsterlauf. Doch der Verein hatte allerdings keine Junioren-Mannschaft, und aus dem Vorstand hieß es damals: Wenn ihr genug Kinder findet, dann macht mal. Drei Jahre ist das nun her. Zunächst galt es, diverse Stolpersteine zu überwinden auf dem Weg zum ersten offiziellen Jugendteam, aber am 12. September 2015 war es schließlich soweit: Die neue E-Jugend des VfW trat zu ihrem ersten Spiel an – und gewann mit 4:1. Mittlerweile spielen fast 70 Kinder für den VfW: von den G-Junioren, die jünger sind als sechs Jahre, bis eben zu den D-Junioren, also den 13-jährigen. Die Fußballer bilden heute nach den Paddlern die größte Sparte im Club. Trainiert wird zweimal in der Woche, und bei gutem Wetter anschließend in der Alster gebadet. Was den Verein auszeichnet: Es geht nicht nur um Sieg und Niederlage. Es geht um: Spaß haben. Freunde finden. Gemeinschaftsgefühl. Selektion nach Leistung wie bei anderen Klubs? Nicht beim VfW!
Hier gibt es engagierte Trainer, ein tolles Clubhaus und eine entspannte Atmosphäre. Die Fußball-Abteilung ist offen für jeden, der Lust hat, zu kicken: Kinder der Jahrgänge 2005 bis 2013 sind herzlich willkommen. Mehr unter www.oberalstervfw.de.

Bild: Pixabay CCO, Pexels

Meinung: Gedanken zum Thema Heimat

Parva Ahmadi arbeitet in Klein Borstel. Wer gelegentlich die Dienste der Postagentur am Tornberg in Anspruch nimmt, ist ihr sicher schon einmal begegnet. Für den Klein Borsteler hat sie ihre Gedanken zusammengefasst, die die nach der philosophischen Gesprächsrunde hatte, die unlängst in der Kapelle 6 stattfand:
„Die Gesprächsrunde befasste sich mit dem Thema „Heimat“. Es war eine sehr beeindruckende Diskussion für mich. Durch die Gespräche, die die bedachtsamen und eifrigen Teilnehmer hatten, kamen mir viele Gedanken in den Sinn, auch viele Fragen. Was bedeutet eigentlich Heimat? Die Definition von Heimat ist für mich, genauso wie für viele Menschen, die vorher eine Heimat verlassen oder verloren haben, eine große Herausforderung. Bevor ich vor wenigen Jahren nach Deutschland kam, habe ich fast mein ganzes Leben in meiner Heimat im Iran  verbracht. Das Wort „Heimat“ hat jetzt eine doppelte Bedeutung für mich und ich fühle mich dafür verantwortlich, dieses Thema mit besonderer Beachtung zu behandeln, damit die  Menschen wie ich, die ihre Ideale, Wünsche und Träume selbst ins Auge gefasst haben oder notgedrungen in einem anderen Land ihre Heimat suchen, nicht entmutigt werden. Man sollte den Begriff Heimat losgelöst von nationalen und politischen Interessen betrachten. Da waren sich alle Teilnehmer der Diskussion einig. Muss überhaupt über Heimat gesprochen werden?  Meiner Meinung nach ist „Heimat“ kein theoretischer Begriff, sondern ein Gefühl. Der erste und wichtige Teil dieses Gefühls ist in der menschlichen Existenz, genauso wie das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit, das jeder Mensch in den Armen seiner Mutter hat. Der zweite und labilere Teil von diesem Gefühl hängt nicht allein von der Person selbst, von ihren Gefühlen und Zugehörigkeiten oder von ihren Erfolgen in einer Gesellschaft ab. Da spielt vielmehr die Tradition, die Bevölkerung sowie die Politik eine große Rolle. In dem Zusammenhang stellt sich mir die Frage: Müssen das Zuhause und das Heimatland überhaupt an demselben Ort liegen? Angesichts der Globalisierung der Gesellschaft lässt sich diese Frage besser beantworten. Heimat ist ein Ort, an den man nicht selbst ausgesucht hat, aber ein Ort an dem man sich wohl fühlt. Das Zuhause muss nicht unbedingt in dem Heimatland liegen, aber in dem könnte man sich wie in einer zweiten Heimat fühlen. Das wünscht sich wohl jeder Einwanderer, der seine Heimat aus welchen Gründen auch immer verlassen musste. Wir sollten, egal wo wir leben,Verantwortung für den anderen übernehmen und unseren neuen Mitbürgern ein Gefühl von Heimat bzw. Zuhause geben. Der Diskussionsabend zum Thema „Heimat“ hat mich auf die Idee gebracht, dass wir uns im Iran auch mehr engagieren müssten, den zugewanderten Arbeitern aus unseren Nachbarländern dieses Gefühl von Zuhause und ihren bei uns geborenen Kindern das Gefühl von Heimat zu geben.“

Text: Parva Ahmadi

Winnetou wartet

Winnetou wartet

Es gibt noch einige Es gibt noch einige Restkarten für die Karl-May-Spiele mit dem Heimatverein in Bad Segeberg am Sonntag, dem 2. September. Gezeigt wird in diesem Jahr „Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg.“ Wer noch mitfahren möchte, melde sich bitte zur Anmeldung und für weitere Informationen bei Manfred Thiele, freitags und samstags in der  Geschäftsstelle vom Heimatverein, Stübeheide 166 (Menken + Schlief Immobilien) oder per Telefon 536 51 04 (ggf. AB).

Foto: Woerterhexe, Pixabay CCO

Ab in die Ferien und dann Flohmarkt

Ab in die Ferien und dann Flohmarkt

Für viele Schulkinder die schönste Zeit des Jahres und für die meisten die Zeit, etwas Entspannung zu suchen und im Urlaub neue Kraft zu tanken. Auch für den großen Flohmarkt der Ende August in Klein Borstel wartet. Vielleicht möchte sich der eine oder die andere noch als Helfer/in zur Verfügung stellen. Die Organisatoren würden sich sehr freuen. Es wird nämlich tatkräftige Unterstützung gesucht. Wer also am Sonntag, dem 26. August ein bisschen Zeit und Muße hat, dem veranstaltenden Heimatverein und den IG-Mitgliedern ein Stündchen bei Auf- und Abbau zu helfen, der melde sich gerne per E-Mail an:andreas.schlief@heimatverein-kleinborstel.de.
Von 13 bis 18 Uhr sollen viele Flohmarktstände entlang der Stübeheide und am Tornberg für ein buntes Angebot sorgen. Verschiedene kulinarische Angebote von Kuchen bis Grillwurst und erfrischende Getränke sind an dem Tag natürlich auch zu bekommen. Ein neues Geschäft in der Nähe wird sich präsentieren und lädt zum Probieren an einen Stand vor dem Borsteler Treff ein. Lassen Sie sich überraschen. Der Verkauf der Stände ist bereits gut angelaufen – aber noch sind Plätze zu bekommen. Wer über den Sommer also bei sich zu Hause in den Schränken und Regalen ein wenig Freiraum schafft, der sollte die Gelegenheit nutzen: Standanmeldungen für den Flohmarkt sind möglich in der Buchhandlung „Tolle Geschichten“ am Tornberg. Die Standgebühr kostet 20 Euro für 3 Meter. Mitglieder des Heimatvereins zahlen bei Vorlage des Mitgliedsausweises nur 15,- Euro (es gibt einen Stand pro Ausweis!).
Um dem dörflichen Unterhaltungstreiben einen sicheren Rahmen zu geben, haben die Freiwillige Feuerwehr Wellingsbüttel und das THW ihr Kommen angekündigt und bringen ihre schweren Einsatzfahrzeuge mit. Ein dickes Dankeschön dafür.

Foto: Lobo-Studio Hamburg, CCO on Pixabay

25 Jahre Nachtwanderung im Alstertal

25 Jahre Nachtwanderung im Alstertal

Jubiläumstag für die Freiwillige und Jugendfeuerwehr Wellingsbüttel: Zum 25. Mal luden sie zur Nachtwanderung ins Alstertal ein. Und der Einladung gefolgt sind in diesem Jahr so viele Gruppen wie noch nie.

Die Nachtwanderung der aktiven Jugendwehren zählt schon seit einigen Jahren zu einem nicht mehr wegzudenkenden Wettbewerb für die gesamte Jugendfeuerwehr Hamburg. Und sie ist mittlerweile deutlich mehr als ein bloßer Wettbewerb. Sie ist eine eigene Institution geworden, die die schönsten Facetten der Jugendarbeit offenlegt. Bei der Nachtwanderung zählen  Werte wie Gemeinschaft, Toleranz, Selbstverwirklichung, Respekt und Unterstützung anderer, insbesondere der Schwächeren. Auf einer rund fünf Kilometer langen Route – welche von Jahr zu Jahr variiert – wandern die teilnehmenden Gruppen separat bis in die späten Abendstunden durch das Alstertal. In regelmäßigen Abständen erreichen sie dabei verschiedene  Stationen, an welchen es unterschiedlichste Aufgaben zu lösen gilt. Dazu zählen sportliche Disziplinen, spielerische und geistige Aufgaben sowie praktische Übungen mit Feuerwehr- Bezug. Die Kids zeigen also jedes Jahr auch, was sie in ihren jungen Jahren schon an Erster Hilfe auf dem Kasten haben, um im Ernstfall denen zu helfen, die sich nicht selbst helfen  können. Die einzelnen Disziplinen erfordern stets den Teamgeist, da nur gemeinsam eine möglichst hohe Punktzahl erreicht und so der Weg zum Pokal gepflastert werden kann. Von den  teilnehmenden Kindern und Jugendlichen werden sie unter Wettbewerbsbedingungen von Station zu Station auf verschiedene Weise abgefordert. Der Spaß an der Sache bleibt dabei nie auf der Strecke, ganz im Gegenteil sogar. Und auch wenn das Siegertreppchen auch bei dieser Veranstaltung am Ende nur drei Plätze hat, ist dabei sein immer noch alles.
Angefangen hat alles im Jahre 1993 – also vor genau 25 Jahren. Damals war die Jugendfeuerwehr Delmenhorst zu Gast in Wellingsbüttel. Beide Jugendgruppen brachen zur ersten Nachtwanderung durchs Alstertal auf und legten somit unbewusst den Grundstein für die nächsten 24 Jahre. Schnell ging Zeit ins Land und mit den Jahren meldeten sich immer mehr Interessierte, bis die Teilnahme allen Jugendfeuerwehren im ehemaligen Direktionsbereich Ost/Nord ermöglicht wurde. Damit noch nicht genug, bekundeten auch Wehren aus dem Süden großes Interesse. Dies führte dazu, dass das Konzept geändert und auf den großen Ansturm zugeschnitten wurde. Demzufolge wurden die drei verschiedenen Routen von fünf Kilometern
Länge, wie sie noch heute immer im jährlichen Wechsel gelaufen werden, ins Leben gerufen und die Anzahl der Stationen auf die heutigen zehn festgelegt. Inzwischen nehmen jedes Jahr durchschnittlich 50 Jugendgruppen aus vier Bundesländern an der Nachtwanderung teil.
In diesem Jahr wurde zum Jubiläum ein neuer Rekord aufgestellt: 64 teilnehmende Gruppen, davon 16 auswärtige, Tendenz steigend. Das sind 724 Jugendliche, begleitet von 212 Betreuern.Beim großen Grillfest wurden dieses Jahr insgesamt 848 Bratwürste vertilgt, 27 Teilnehmer wählten die vegetarische Alternative – Tendenz ebenfalls steigend.
Damals – im Jahre 1993 – fuhren übrigens noch die alten MB SK 1224 mit FGL-Aufbau als Löschlaster durch Hamburgs Straßen. Heute gibt es im Rahmen der Neubeschaffung davon nur noch zwei im aktiven Dienst der FF Hamburg. Bald werden sie gänzlich verschwinden. Die Nachtwanderung bleibt. Und überdauert hoffentlich noch viele weitere Generationen an  Löschfahrzeugen. Ein besonderer Dank geht auch in diesem Jahr an die Bergedorf-Bille-Stiftung, die seit Jahren die Preisgelder für die Bestplatzierten getreu ihrem Namen stiftet. Auch möchten wir uns bei unseren zahlreichen Helfern bedanken, ohne die eine solch große Veranstaltung nicht möglich wäre.

(Moritz Tröster, Fotos: Dominick Waldeck)

Es grünt so bunt

Es grünt so bunt

Man sagt ja: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. Und in Hamburg braucht es mindestens ein halbes Dorf, um zwei Beete zu bepflanzen. Zumindest, wenn es sich um so genannte „Straßenbegleitgrünflächen“ handelt. Die gehören nämlich der Stadt, die also auch dafür zuständig ist. Nun waren aber die betroffenen Flächen links und rechts vom Zebrastreifen sowie vor der Dorftanne in letzter Zeit alles andere als grün. Und schön anzusehen schon gar nicht. Doch das hat sich geändert, denn in einer Gemeinschaftaktion mit einigen Geschäftsleuten vor Ort hat der Heimatverein Klein Borstel offiziell die Patenschaft für die Beete übernommen. Manfred Thiele übernahm als 1. Vorsitzender des Heimatvereins die gepflegte Konversation mit dem Bezirksamt und bekam letztlich das OK. Vincent Menken klärte alles Weitere mit dem Baumkontrolleur und organisierte die Bepflanzung. Ein frischer Rollrasen wurde – als Spende von der Gartenbaufirma R.G. Winkler – verlegt und Carsten Fellmann setzte rund 1000 Begonien ein. Und weil das Ganze auch ein bisschen was kostet, darf sich Klein Borstel bei großzügigen Spendern bedanken: Die Erstfinanzierung haben Menken+Schlief und Mein Friseur Meinecke sowie ein privater Spender übernommen – die laufende Pflege und spätere Neupflanzungen zahlt der Heimatverein.

Jugendfeuerwehr sucht Nachwuchs

Jugendfeuerwehr sucht Nachwuchs

In Hamburg gibt es 86 Freiwillige Feuerwehren (FF). Deren ehrenamtlichen Mitglieder fahren täglich mit Blaulicht und Martinshorn durch die Stadt, um zu helfen. In der Nachbarschaft zu Klein Borstel sorgt die FF Wellingsbüttel für Schutz und Sicherheit und verfügt darüber hinaus über eine Jugendfeuerwehr. Hier wird Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren regelmäßig ein abwechslungsreiches Angebot aus Ausbildung, Spiel und Spaß geboten, um erste Berührungspunkte mit der Feuerwehr zu ermöglichen. Wer also bereits in jungen Jahren schon den Feuerwehrmann oder die Feuerwehrfrau in sich spürt, hat in der Jugendfeuerwehr die Möglichkeit, sich in dieser Funktion ausleben zu können. Nicht nur in Hamburg, sondern deutschlandweit haben viele gestandene Feuerwehrleute ihre ersten Erfahrungen in Jugendfeuerwehren gesammelt und bereits dort wichtige Grundlagen für spätere Einsatzlagen gesammelt. Neben dem Ausbildungsangebot lernen die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr die Einzigartigkeit einer engen Kameradschaft kennen, die von den Mitgliedern der Wehren auch im privaten Bereich Anwendung findet. Gemeinsame Übungen, Zeltlager, Nachtwanderungen und sportliche Wettbewerbe sind hierfür die wichtigste Grundlage. Kurzum: Wer schon immer mal in einem echten Feuerwehrauto mitfahren wollte und nebenbei noch auf der Suche nach Gleichaltrigen ist, die dieses Interesse teilen, findet in der Jugendfeuerwehr das ideale Hobby. Ein Hobby mit Verantwortung. Interesse? Die Jugendfeuerwehr Wellingsbüttel trifft sich immer mittwochs um 18 Uhr. Eine erste Teilnahme an den Treffen ist absolut unverbindlich. Gebeten wird aber vorab um Kontaktaufnahme mit dem Jugendfeuerwehrwart Tim Heisler per Mail ant.heisler@ff-wellingsbuettel.de oder telefonisch unter: 0151 – 511 68 508. 
Moritz Tröster

Fotos: Jugendfeuerwehr Wellingsbüttel

Den Ärmsten eine Zuflucht geben

Den Ärmsten eine Zuflucht geben

Die Albert-Schweitzer-Schule in Klein Borstel unterstützt seit einigen Jahren das Projekt „Vulamasango“. Es bedeutet: Offene Tore. Wie einst Albert Schweitzer zog es auch den Gründer dieses Projekts, Florian Krämer, auf den afrikanischen Kontinent. Nach mehreren langen Reisen quer durch Afrika beschloss er, ein Zeichen gegen Armut und Gewalt zu setzen und im südafrikanischen Kapstadt ein Waisenhaus sowie einen Ort der Sicherheit und Zuflucht mit offenen Toren zu gründen – für Kinder und Jugendliche aus den umliegenden Townships.

Vulingoma ist ein Ausdruck aus der Sprache der Bewohner Kapstadts und bedeutet „ein neues Lied anstimmen“. Genau dies ist es, was die Jugendlichen aus dem Entwicklungsprojekt Vulamasango tun. Sie singen im Jugendchor mit dem Namen „Vulingoma“. Und dieser war jetzt im Rahmen seiner Europa-Tournee auch wieder in der Aula der Albert-Schweitzer-Schule zu Gast. Sie gaben ein Konzert der ganz besonderen Art, geprägt von tiefsten Emotionen, Freude, Hoffnung, Unterhaltung und einem sehr  persönlichen Bezug zu den Schicksalen der jungen Darsteller auf der Bühne. Geleitet von Lusanda Bali, Akhona (Pinky) Stuurman und Florian Krämer, treten Jugendliche aus dem Projekt seit 2006 alle zwei Jahre europaweit auf. Anhaltende Ovationen und gerührte Zuschauer sind an der Tagesordnung. Mit ihrer Bühnendarstellung singen, tanzen und trommeln sich die Kinder von Vulingoma mit Gospelsongs, Apartheidsliedern, alten afrikanischen Volksliedern und modernem, afrikanischem Pop in die Herzen der Menschen. Da die Kinder meist schwere Schicksale hinter sich haben, ist es umso erstaunlicher, mit welcher Kraft und Energie sie auf der Bühne stehen, um durch Musik und Tanz beinahe therapeutische Arbeit an sich selbst zu leisten und zu beweisen, dass auch die schlimmsten Erlebnisse überwältigt und in etwas Positives verwandelt werden können. Verarmt, verwaist, missbraucht, und vernachlässigt, kämpfen sie für eine gerechtere Welt in der sie geliebt und geschätzt werden, in der sie als stolze und würdevolle Menschen aufwachsen, in der sie Bildung erhalten und einer hoffnungsvolleren Zukunft entgegen blicken dürfen. Das Projekt Vulamasango gibt ihnen wieder diese Hoffnung und einen Ort der Zuflucht. Zwischendurch berichtet Florian Krämer in einem eindrücklichen Lichtbildvortrag von den durch Aids und Kriminalität geprägten Schicksalen der Kinder, von seinem jahrelangen Kampf gegen Südafrikas katastrophale Bildungs- und Aidspolitik und von der hoffnungsvollen Arbeit in seinem Projekt. Ziel ist es, ein Zuhause für 100 bedürftigte junge Menschen zu schaffen, die dort in familienähnlichen Strukturen leben oder täglich den Kinderhort besuchen können. Die Kinder, die den Hort und den Kindergarten besuchen, sind meist Halb- oder Vollwaisen, haben aber noch eine Unterkunft bei ihren Müttern, Verwandten oder Nachbarn. Oft kommen sie aber aus sozial schwierigen Verhältnissen und sind Dingen wie Armut, Gewalt, Missbrauch und Vergewaltigungen ausgesetzt. Der Hort bietet ihnen nicht nur Sicherheit vor den Gefahren der Townships, sondern auch Bildung, Hausaufgabenbetreuung, Lesegruppen, Sport und Akrobatik. In Zusammenarbeit mit regionalen Künstlern gibt es Workshops in den Bereichen bildende Künste, Musik, Tanz und Theater. Zusätzlich erhalten die Jugendlichen Aufklärung zu Themen wie Aids, Sexualität, Frauenrechte, kultureller Identität und ein therapeutisches Angebot, um ihre oft tiefgreifenden Traumata zu verarbeiten. Ins Waisenhaus aufgenommen werden Kinder im Alter zwischen 0 bis 16 Jahren,unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe,Religionszugehörigkeit oder ethnischer Herkunft. Die Kinder leben in Gruppen von maximal zehn Kindern in Hausgemeinschaften mit je zwei Hauseltern zusammen. In dieser Gemeinschaft wird der Tagesablauf nach dem Prinzip einer Familie gemeinsam gestaltet. Parallel wird dafür gesorgt, dass die Kinder eine Schulausbildung erhalten. Nach dem Schulabschluss soll den Kindern eine Berufsorientierung in Form von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen vermittelt werden, so dass  eine Integration in eine eigenverantwortliche Lebensgestaltung ermöglicht wird. Dazu zählen externe Ausbildungsplätze oder ein Studium wie auch projektintern im Rahmen der Farmwirtschaft sowie in sozialen- und pädagogischen Bereichen: Schreinerwerkstatt, Landwirtschaft, sozialer Bereich, Computer- und IT). Viele der politischen und sozialen Veränderungen im neuen, demokratischen Südafrika sind äußerst positiv und haben es zu einem Land gemacht, welches weltweit für seine multikulturelle und dynamische Gesellschaft und die Fähigkeit, seine schwere Vergangenheit auf positive Weise zu bewältigen, bewundert und anerkannt wird. Zeitgleich entwickelt sich aber auch eine Krise enormen Ausmaßes: Die Zahl derer, die mit der Aids-Epidemie in Berührung kommen oder ihr zum Opfer fallen, wächst beständig. Die Folgen der Krise haben jedoch nicht nur Auswirkungen auf Politik und Wirtschaft, sondern führen zu einer menschlichen Tragödie für hunderttausende von Kindern, die durch Armut, Krankheit oder Aids oft sehr jung verwaist sind und sich selbst überlassen werden. Sie sind Teil einer Generation, welche ohne das gesellschaftliche und kulturelle Erbe ihrer Eltern aufwächst. Das Projekt Vulamasango wird getragen vom Verein Positiv Leben e.V., der 2003 von Florian Krämer ins Leben gerufen wurde. Wer helfen möchte, kann dies mit Spenden auf das Konto: Positiv Leben e.V. bei der GLS Bank IBAN: DE94430609677031290700. Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, kann sich im Internet unter www.vulamasango.org schlau machen.

Text: Eva Drechsler-Györkös. Fotos: Vulamasango, Eva Drechsler-Györkös, Ilka Mamero

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